Tonnenschwere Ladung unzureichend gesichert
Pressemitteilungen des Polizeipräsidiums Stuttgart für Stuttgart-Ost
Verkehrspolizisten haben am Mittwoch (18.10.2006) um 14.00 Uhr einen auf der Uferstraße in Fahrtrichtung Stuttgart fahrenden insgesamt 42 Tonnen schweren Sattellastzug gestoppt und den verkehrs- und betriebsunsicheren Auflieger durch einen Sachverständigen vorläufig aus dem Verkehr ziehen lassen. Den Beamten war das Sattelkraftfahrzeug aufgefallen, da sich dessen Auflieger aufgrund der offenbar ungleichmäßig verteilten 26,5 Tonnen schweren Ladung aus Natursteinplatten und Kisten mit Steinzeug stark nach rechts geneigt hatte. Bei der Kontrolle stellten die Verkehrspolizisten fest, dass der 52 Jahre alte Lkw-Fahrer die tonnenschwere Ladung lediglich mit eingerissenen Spanngurten und nicht zugelassenen Ketten festgezurrt hatte. Die Neigung des Aufliegers war allerdings auf einen Abriss der Achsführung an der dritten Achse zurückzuführen. Nach einer Prüfung durch einen hinzugezogenen Sachverständigen wurde festgestellt, dass der rechte Teil dieser Achse zirka 15 Zentimeter unkontrolliert vor und zurück zu bewegen war, wodurch der Abriss der gesamten dritten Achse zu erwarten war. Der 52-jährige Lkw-Fahrer und zugleich Fuhrunternehmer zeigte wenig Verständnis für diese für die Verkehrssicherheit unumgängliche Maßnahme. Er gab an, dass dieser Achsendefekt an dem Auflieger schon seit längerem besteht. Auch die mangelnde Sicherung der 26,5 Tonnen schweren Ladung gegen das Verrutschen und Herunterfallen war für ihn kein Grund, die polizeiliche Maßnahme zu akzeptieren. Er musste seine Fahrt ohne Auflieger fortsetzen und muss mit einer Anzeige rechnen.
Bereits am Mittwoch (17.10.2006) war den Verkehrspolizisten ein Lastkraftwagengespann auf der Bundesstraße 10 auf Höhe Friedrichswahl aufgefallen, der drei Steinblöcke mit einem Gesamtgewicht von 13 Tonnen geladen hatte. Der 31 Jahre alte Lastwagenfahrer hatte die drei Steinblöcke auf jeweils zwei etwa 15 Zentimeter breite Kanthölzer gelegt und mit einer nicht ausreichenden Anzahl von Spanngurten, die zudem noch angerissen waren, verzurrt. Ein von den Verkehrspolizisten hinzugerufener Sachverständiger zeigte dem zunächst uneinsichtigen 31-Jährigen die Gefahren auf, die von dieser tonnenschweren unzureichend gesicherten Ladung ausgeht. Er demonstrierte mit dem Lastzug aus einer Geschwindigkeit von lediglich 15 km/h eine Vollbremsung. Dabei rutschten die Steinblöcke einige Zentimeter nach vorne und die Spanngurte rissen komplett ab. Der daraufhin von dem 31-Jährigen verständigte Fuhrunternehmer kam vor Ort und sicherte die Ladung mit einer ausreichenden Anzahl neuer Spanngurte, bevor der 31-Jährige seine Fahrt fortsetzen konnte.



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