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Informationen zum Suizidpräventionstag
Am 10. September wird bundesweit der Welttag der Suizidprävention unter der Schirmherrschaft des Nationalen Suizidpräventionsprogramms für Deutschland begangen.
Aus diesem Anlass macht das Gesundheitsamt auf die zahlreichen Angebote aufmerksam, mit denen Suizidgefährdeten geholfen wird.

Im Jahr 2008 starben 9451 Menschen in Deutschland durch Selbsttötung. In Baden Württemberg waren es 1308, in Stuttgart 73 Menschen. Die Selbsttötungsrate der Männer übersteigt die der Frauen um das Doppelte bis Dreifache. Besonders im höheren Lebensalter steigt die Suizidrate erheblich an. Die Anzahl der Suizidversuche liegt mindestens um ein zehnfaches höher (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg). Gerade im letzten Jahr erreichte das Thema Suizid durch den Tod des Nationaltorhüters Robert Enke in einem besonderen Ausmaß die Öffentlichkeit. Eine breite Öffentlichkeit hat sich daraufhin mit dem Thema auseinandergesetzt.

Von jeder Selbsttötung beziehungsweise jedem Suizidversuch sind durchschnittlich sechs Angehörige betroffen, die einem erheblichen seelischen und körperlichen Leiden ausgesetzt sind. 80 Prozent aller Suizide werden vorher angekündigt. Wer sich gefährdet fühlt oder davon spricht, lebensmüde zu sein, muss immer ernst genommen werden. Diese Menschen brauchen Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Eine suizidale Krise ist nicht nur eine tödliche Bedrohung, sondern auch eine Lebenschance. Für die Betroffenen geht es darum, Ruhe und Entlastung zu finden, neue Kräfte zu sammeln und den oftmals verloren gegangenen Selbstwert wieder aufzurichten.

In Stuttgart steht ein breit gefächertes Angebot an Hilfen für Menschen mit Selbsttötungsgedanken und Hinterbliebene zur Verfügung. Viele Einrichtungen in Stuttgart widmen sich in besonderer Weise diesem Thema. Der Arbeitskreis Leben e.V., der Hilfen in Lebenskrisen und bei Selbsttötungsgefahr anbietet und von der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert wird, hat in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum begangen. Hier hat sich auch das Stuttgarter Netzwerk für Menschen in suizidalen Krisen gegründet, in dem verschiedene in diesem Feld tätige Organisationen zusammenwirken.

Die Broschüre „Hilfe in suizidalen Krisen“ informiert Menschen, die in eine Lebenskrise geraten und suizidgefährdet sind sowie Hinterbliebene über die Hilfsangebote in Stuttgart. Sie kann beim Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Stuttgart nachgefragt werden. Ansprechpartnerin ist Heike Pedemonte, Telefon 216-5522, E-Mail heike.pedemonte@stuttgart.de.

Im Internet kann man die Broschüre unter www.stuttgart.de/publikationen herunterladen.



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