Auf der Bundesstraße 10 zwischen Friedrichswahl
und Ausfahrt Stammheim ist am Donnerstag (03.09.2010) gegen 10.15 Uhr ein 40-
jähriger Motorradfahrer der Verkehrspolizei von einem zunächst unbekannten Fahrer
eines Vans der Marke Daewoo mehrfach genötigt und schließlich bei der Ausfahrt
Stammheim von der Fahrbahn bis zur Leitplanke links der Fahrbahn abgedrängt
worden.
Der Motorradfahrer konnte nur noch durch eine Vollbremsung einen
Zusammenstoß mit dem Van verhindern.
Gegen den 63-jährigen Autofahrer wird nun wegen des Verdachts des gefährlichen
Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Der Führerschein des Stuttgarters ist nach
Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart beschlagnahmt worden.
Beim jetzigen Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der 63-Jährige
vorsätzlich gehandelt hat. Dies bekräftigt auch die Aussage eines Autofahrers, der
die Situation beobachtet hatte und dem Polizisten anschließend half, den Van zu
stoppen. Der Beamte nahm den 63 Jahre alten Autofahrer vorläufig fest.
Gegen 10.10 Uhr war dem Polizisten, der einen mit Schutt beladenen Lastwagen bis
zur Autobahnauffahrt begleiten sollte und hinter dem langsam fahrenden Lastwagen
fuhr, der Van aufgefallen. Ab der Friedrichswahl setzte sich der Van mehrfach
zwischen ihn und den Lastwagen, der mit lediglich 30 Stundenkilometern unterwegs
war. Der mit Sondersignalen fahrende Polizist auf dem Dienstmotorrad forderte den
verdächtigen Autofahrer mehrfach durch eindeutige Zeichen auf anzuhalten. Der
Autofahrer ignorierte alle Anhaltezeichen des Polizisten und lenkte schließlich seinen
Van abrupt von der rechten Fahrbahnseite nach links in Richtung des neben ihm
fahrenden Motorradfahrers.
Der Polizeibeamte ist vorläufig dienstunfähig.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei dauern an.
Weitere Zeugenhinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 8990-
5461entgegen.