Hepatitis nicht unterschätzen

Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am Dienstag, 19. Mai, macht das Gesundheitsamt auf das Risiko infektiöser Leberentzündungen durch Hepatitis B-Viren aufmerksam. Hepatitis B ist eine hoch ansteckende Kontaktinfektion und wird in der Regel durch Blut- oder Sexualkontakte sowie durch Stichverletzungen durch gebrauchte Spritzennadeln übertragen.





Obwohl gegen Hepatitis B eine hochwirksame Impfung zur Verfügung steht, sind in Deutschland etwa 300 000 nicht geimpfte 20- bis 30-Jährige Träger von Hepatitis-B-Viren. Mehrere Jahre lang können sie so unwissentlich andere anstecken.

Kinder und Jugendliche können sich kostenlos beim Kinder- oder Hausarzt impfen lassen. Nicht geimpfte Erwachsene können die Impfung in jedem Alter nachholen. Dank der Impfung sind die Fallzahlen in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen (2008: 821 Fälle gegenüber 1002 Fällen 2007).

Die Inkubationszeit, das heißt die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung, beträgt bei Hepatitis B vier Wochen bis sechs Monate. Danach kann es zu Unwohlsein mit Oberbauchschmerzen, Fieber, Gelbfärbung der Augen und der Haut kommen, auch zu einer Dunkelfärbung des Urins. Es sind schwere Verläufe möglich, die eine Krankenhausbehandlung erforderlich machen. Es gibt aber auch sogenannte stumme Infektionen ohne Krankheitszeichen.

Im schlimmsten Fall kann es zum Leberversagen mit Todesfolge kommen. Etwa 90 bis 95 Prozent aller Infektionen heilen binnen drei Monaten aus. Die danach noch chronisch Erkrankten werden zu Virusträgern, die andere Menschen vor allem über ungeschützte Sexualkontakte infizieren können. Chronisch Infizierte haben darüber hinaus ein hohes Risiko, an einer Leberzirrhose zu erkranken, die in der Regel nach mehreren Jahren zum Tod führt.

Das Gesundheitsamt informiert zu allen Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut und vom Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg empfohlen werden. Eine reisemedizinische Beratung oder eine Beratung zu individuellen Impffragen (zum Beispiel spezielle Impf-Indikationen oder Gegenanzeigen) ist jedoch nicht möglich. In diesem Fall sollte man sich an den behandelnden Arzt wenden.

Die telefonische Impfberatung des Gesundheitsamts ist montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Fragen zu Impfungen für Kinder und Jugendliche werden unter Telefon 216-22 32, Fragen zu Impfungen für Erwachsene unter Telefon 216-70 70 beantwortet.

Informationen zum Welt-Hepatitis-Tag finden sich auch im Internet unter www.leberhilfe.org oder www.binichdienummer12.de.

 

 



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