Kunst wo keiner sucht ?

Die Stuttgarter Netze, Betreiber des Stromnetzes von Stuttgart macht sich schön. Dazu werden die Trafohäuschen durch den Graffitikünstler Jan Haas bemalt. Dem Trafohäuschen in der Haldenrainstraße 23/1 in Zuffenhausen hat er ein farbenfrohes neues Äußeres verpasst.





Auf der Stuttgart Rot zugewandten Seote der Stadtbahnhaltestelle Kelterplatz in Zuffenhausen, direkt an der Tiefgarageneinfahrt zum Ärztehaus, befindet sich die Umspannstation Haldenrainstraße 23/1 der Stuttgart Netze. Das versteckte Stromhäuschen gab bisher kein besonderes attraktives Bild ab. Viele nutzen es als Schutz um dahinter die Notdurft zu verrichten. Das ist seit vergangener Woche anders. Der Graffiti-Künstler Dingo Babusch (Jan Haas) hat die Außenfassade der Station im Auftrag des Stromnetzbetreibers kreativ umgestaltet. Eine fast fotorealistisch gezeichnete Kohlmeise blickt an. Umgeben ist die Meise von türkisfarbenen und schwarz-weißen Wellen, die den nahen Feuerbach symbolisieren soll.

Das man so einem weltbekannten Künstler keine bessere Leinwand zu Verfügung stellen kann ärgern Kunstliebhaber etwas. In der Stadt gibt es sich stellen an denen man mehr Publikum haben wird. Die Stadt sollte wenigstens das Grün entfernen damit das Häuschen zu Geltung kommt.

Die bemalte Umspannstation ist bereits die zweite, die Graffitikünstler aus der Stuttgart dieses Jahr für die Stuttgart Netze erstellt haben. Erst Anfang Mai hatte Christoph Ganter alias „Jeroo“ Farbe auf das Trafohäuschen in der Hohewartstraße 39 in Feuerbach gebracht. Vier weitere Aktionen, verteilt übers Stadtgebiet, sind für dieses Jahr darüber hinaus noch geplant.

Jan Haas ist unter seinem Namen „Dingo Babusch“ schon seit vielen Jahren als Graffiti-Künstler in Stuttgart und Umgebung aktiv. In den 1990er-Jahren hatte er mit dem Sprühen angefangen. Er erhielt 2011 den Interior Design Award und beschickte Ausstellungen unter anderem in New York, Wien, Kopenhagen, München und Mailand. Seit der gelernte Werbetechniker im Jahr 2005 umgesattelt und sich als Künstler selbstständig gemacht hat, lebt er von Graffiti-Kunst. Diese ziert neben Umspannstationen auch Gebäudefassaden und die Wände von Kinderzimmern. Außerdem malt Jan Haas Kunstwerke auf Leinwand, die er bei Ausstellungen oder Künstlermärkten verkauft. Er ist Autor der Dokumentation SPRÜHER IM RUDEL, ein 2005 erschienenes Buch über die Geschichte des Graffiti Writings in Stuttgart.

 

Bild: Stuttgart Netze



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