Diskussionsveranstaltung zu RAF und Stammheim

Im Rahmen eines Schulprojekts des Ferdinand-Porsche-Gymnasiums zur jüngeren Geschichte Stammheims





findet am Montag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr im Luise-Schleppe-Haus, Kornwestheimer Straße 30, eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Rote Armee Fraktion“ (RAF) und Stammheim statt. Der Eintritt ist frei.

Jo Frühwirth vom SWR bringt direkt am Geschehen beteiligte Zeitzeugen mit jüngeren und älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ins Gespräch. Auf dem Podium sitzen Jörg Schleyer, Sohn des von der RAF ermordeten Hanns-Martin Schleyer, und Klaus Pflieger, heutiger Generalstaatsanwalt in Stuttgart und ehemaliger Bundesanwalt, der für die Karlsruher Bundesanwaltschaft die Ermittlungen unter anderem gegen Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar übernahm und einer der wichtigsten Terrorismus- und RAF-Fahnder wurde. Außerdem dabei sind Dr. Kurt Breucker, beisitzender Richter im „Baader-Meinhof“-Prozess gegen Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in Stammheim von Mai 1975 bis April 1977, Horst Bubeck, in der Zeit von 1972 bis 1986 stellvertretender Vollzugsdienstleiter in Stammheim, sowie Dieter Schweizer, Präsident des Landessozialgerichts außer Dienst, der die Anfangszeiten des Terrorismus in der JVA Stuttgart als stellvertretender Anstaltsleiter miterlebte.

„Die Geschichte ist kein Club, aus dem man nach Belieben austreten kann.“ Dieses Zitat von John Major, ehemaliger britischer Premierminister, fordert, sich mit Themen zu befassen, die zwar in der Vergangenheit stattfanden, die unsere Gegenwart und Zukunft jedoch teilweise enorm prägen.

Stammheim – das Wort löst Assoziationen aus, es hat sich eingebrannt in den deutschen Sprachschatz. Durch die Errichtung des Hochsicherheitstraktes, die Gerichtsprozesse gegen die RAF und die Selbstmorde der „Baader-Meinhof-Gruppe“ wurde Stammheim unfreiwillig zum Synonym für die Machenschaften der linksextremistischen Terrororganisation „Rote Armee Fraktion“ (RAF). Mit Stammheim verbindet sich damit ein schmerzliches Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Stuttgarter Stadtteil Stammheim erhielt dadurch unfreiwillig eine neue Identität.

„Es ist deshalb wichtig, dass dieses Thema im Stadtbezirk zur Sprache kommt und sich die Bewohner inhaltlich mit dieser Vergangenheit offensiv auseinander setzen, die durch die Verhaftung von Verena Becker wieder aktuell geworden ist. Nur ein offener Umgang kann dazu führen, endlich die nötige Distanz zu diesem unliebsamen Kapitel der Stadtbezirksgeschichte herzustellen“, sagt Tina Hülle, Bezirksvorsteherin von Stammheim. „Wir wollen uns der Vergangenheit stellen, aber auch in die Zukunft blicken und die vielen positiven Aspekte Stammheims als jungen aufstrebenden Wohnstadtbezirk in den Vordergrund stellen“.


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